Das Online-Übungssystem bietet Betreuern und Betreuerinnen einer Übungssystem-Kursumgebung die Möglichkeit, sich im Namen eines bzw. einer Studierenden in den Studentenzugang dieser Kursumgebung einzuloggen (bezeichnet als »Betreuer:in@Student:in«-Login, was wiederum eine Anwendung des sog. »Alias-Logins« ist).
Dort sieht der Betreuer/die Betreuerin im Wesentlichen dieselben Anzeigen wie der/die betroffene Studierende. Die wesentlichen Unterschiede sind die Anzeige, dass man als »Betreuer:in@Student:in« eingeloggt ist, sowie ggf. die Möglichkeiten zum Einsenden oder Heft-Schließen nach Einsendeschluss.
Beim klassischen Einsatz des Online-Übungssystems, bei denen die Kursumgebungen komplett von einem Lehrgebiet selbst verwaltet und administriert werden, haben die Mitarbeitenden, typischerweise die Kursbetreuung, die so genannte Betreuerrolle. (Danach ist sie auch benannt.)
Heute gibt es dagegen immer mehr Kursumgebungen, die nicht direkt von einem Lehrgebiet verwaltet werden, sondern von einer zentralen Einrichtung wie z.B. einem Prüfungsamt. Hier wird die Betreuerrolle, mit der die gesamte Kurseinrichtung vorgenommen werden kann, in der Regel auch nur Mitarbeitenden dieser Zentraleinrichtung vergeben. Für Mitarbeitende an den Lehrgebieten kann dann aber eine (im Funktionsumfang reduzierte) Mitarbeiterrolle vergeben werden.
Der Alias-Login ist aber auch mit dieser Mitarbeiterrolle möglich. In den folgenden Abschnitten wird das nicht mehr gesondert erwähnt. Wenn dort also von Betreuer:innen die Rede ist, gilt das analog auch für Inhaber der Mitarbeiterrolle.
Im Server-Log wird zu jeder Aktion protokolliert, von welchem Nutzer / welcher Nutzerin sie vorgenommen wurde, also z.B. ob sie von einem Studenten selbst oder von einer Betreuerin (und von wem) im Namen des Studenten ausgeführt wurde, und das Server-Log wird mindestens bis zum Ende des laufenden Semesters aufbewahrt (siehe auch Datenschutzhinweise des Online-Übungssystems). So ist im Zweifelsfall insb. nachvollziehbar, ob eine vorliegende Einsendung vom Teilnehmer/der Teilnehmerin selbst stammt oder von einem Betreuer/einer Betreuerin in seinem bzw. ihrem Namen vorgenommen wurde.
Als Betreuer:in wählen Sie dazu in Ihrem Kurs den Studentenzugang aus, z.B. auf der Kurs-Startseite. Falls Sie bereits als Betreuer eingeloggt sind, können sie über das Rollenmenü die Funktion »Mit anderem Account einloggen als… Student:in« auswählen, vgl. erste Abbildung.
Das Online-Übungssystem fragt dann nach Loginname und Kennwort für den Studentenzugang. Dort geben Sie als Loginname zunächst Ihren eigenen Loginnamen (des Betreueraccounts), gefolgt von einem »@« und der Matrikelnummer des/der Studierenden ein (vgl. zweite Abbildung). Ins Passwortfeld tragen Sie Ihr eigenes Kennwort ein (also das Kennwort zum vor dem @-Symbol stehenden Account).
Tipp: Falls Sie sich vorher im Betreuerzugang nicht lokal, sondern per Single-Sign-On eingeloggt hatten, wird dieser SSO-Betreuerlogin für die Dauer des Alias-Logins nur „geparkt“, so dass Sie einfach nach Abschluss Ihrer Arbeiten im Studentenzugang wieder zu Ihrer Betreuersitzung zurückkehren können. Im Loginmenü finden Sie dazu einen entsprechenden Menüpunkt, vgl. dritte Abbildung.
Falls Sie sich lokal im Betreuerzugang angemeldet hatten, ist zur Rückkehr zum Betreuerlogin der Menüpunkt »Mit anderem Account einloggen als… Betreuer« zu verwenden, wobei Sie sich erneut einloggen müssen.
(Wie bereits gesagt gelten die Ausführungen analog auch für Inhaber:innen einer Mitarbeiter- statt einer Betreuerrolle.)
Ein solcher Alias-Login funktioniert nur, wenn unter der jeweiligen Matrikelnummer bereits ein Teilnehmer in der Kursumgebung bekannt ist. Wenn Studierende das erste Mal auf die Kursumgebung zuzugreifen versuchen, wird im Regelfall (je nach Einstellung) überprüft, ob sie den zugehörigen FernUni-Kurs belegt haben oder nicht (sofern die Belegprüfung nicht in den Kursparametern abgeschaltet ist bzw. in einem Sonderfall eine andere Zugangsvoraussetzung geprüft wird). Wenn ja, werden sie einmalig lokal in der Kursumgebung als Teilnehmer registriert. Danach ist auch ein Alias-Login möglich.
Hat ein:e Studierende:r jedoch noch nie auf die Kursumgebung zugegriffen und steht daher noch nicht in ihrer Teilnehmerliste, funktioniert der Alias-Login nicht.
Falls Sie z.B. die Funktion zur Einsendung im Namen eines Studenten nutzen möchten (um z.B. eine per E-Mail eingegangene Einsendung ins Online-Übungssystem zu übertragen) und der Student noch nie auf diese Kursumgebung zugegriffen hatte, müssen Sie den Studenten zunächst von Hand in die Teilnehmerliste eintragen, und zwar im Betreuerzugang unter »Benutzeraccounts verwalten« und »Student/Mentor anmelden«.
Eine Einsendung im Namen eines/-r Studierenden funktioniert auch nach Einsendeschluss, jedoch nur für noch nicht geschlossene Hefte.
In der Regel wird in obigem Beispielszenario (Einreichung einer Lösung per E-Mail an die Kursbetreuung) ohnehin gelten, dass der Student keine Online-Abgabe vorgenommen hat und somit auch kein geschlossenes Heft von ihm vorliegt. Ein Ausnahmefall könnte sein, dass zwar eine Online-Einsendung vorliegt, aber nun durch die Ihnen per E-Mail zugeschickte Überarbeitung (nach Einsendeschluss) ersetzt werden soll. Wenn das der Fall ist, müssen Sie zunächst im Betreuerzugang das betroffene Aufgabenheft für den jeweiligen Studenten wieder öffnen, erst dann können Sie per Alias-Login seine Einsendung in seinem Namen aktualisieren und anschließend im Betreuerzugang das Heft wieder schließen.
Betreuer:innen und – bei zentral administrierten Kursen, siehe Abschnitt »Auch für Lehrgebiets-Mitarbeiter:innen-Rolle« im ersten Teil – auch Inhaber:innen der Mitarbeiterrolle können sich nicht nur im Namen von Studierenden einloggen, sondern auch im Namen von Korrektor:innen.
Bei klassischen Einsendearbeitsumgebungen wird das in der Regel nicht benötigt werden. Hier wäre eine typische Aufgabenverteilung, dass die Kursbetreuung die Betreuerrolle innehat und die Aufgaben stellt, die Korrekturen an Korrekturkräfte zuteilt (welche die Korrektorenrolle haben), später die Korrekturen kontrolliert und über eine Freigabe oder erneute Zuteilung an dieselbe oder eine andere Korrekturkraft zur Nachkorrektur entscheidet. Und selbst wenn diese:r Betreuer:in selbst eine Nachkorrektur vornehmen möchte, sollte er/sie dazu in der Regel einen eigenen Korrektorenaccount nutzen und diesem die Nachkorrektur zuteilen.
In diesem Szenario kann ein Alias-Login aber ggf. für Supportdienste sinnvoll sein: Wenn z.B. die Korrekturkraft Fragen hat, kann die Betreuer:in bei Bedarf dieselben Ansichten aufrufen wie die Korrekturkraft.
Ein komplett anderes Einsatzgebiet kann sich bei bestimmten Prüfungsumgebungen bieten, bei denen die Korrektur offiziell dem Korrektorenaccount eines Prüfers (z.B. einer Professor:in) zugeteilt ist, aber diese:r die Bearbeitung der Korrektur ganz oder teilweise an Mitarbeitende delegiert. Eine Möglichkeit wäre, diesen Mitarbeitenden eigene Korrektorenaccounts zu geben, und jemand mit Betreuer- bzw. Lehrgebietsmitarbeiterrechten müsste diese Korrekturen dann temporär diesen Mitarbeitenden zuteilen und nach Fertigstellung der Korrektur wieder der Prüfer:in zurück zuteilen. Das wäre aber ziemlich aufwendig und fehleranfällig.
Wenn die Mitarbeitenden dagegen statt eigener Korrektorenaccounts vielmehr die Mitarbeiterrolle bekommen, können sie dann über den Alias-Login die Korrekturen des Prüfers im Auftrag bearbeiten, ohne dass die Zuteilung geändert werden muss.
Eine weitere Variante wäre, dass gewisse (z.B. externe) Prüfer ihre Korrektur nicht selbst vornehmen, sondern dem Prüfungsamt auf anderem Wege zukommen lassen. Prüfungsamts-Mitarbeiter:innen sind dann über den Alias-Login in der Lage, die Korrekturen des Prüfers in seinem Namen ins System einzupflegen.
Analog zum Hinweis beim Alias-Login in Studentenzugänge sei auch hier darauf hingewiesen, dass im Server-Log für alle Aktionen protokolliert wird, welche:r Nutzer:in sie ausgeführt hat, und auch Alias-Logins (mit Loginnamen des ausführenden Nutzers als auch des „besuchten“ Korrektorenaccounts) sind dort als solche erkennbar. Es ist also nicht möglich, dass Mitarbeitende heimlich die Korrekturen Anderer manipulieren, bzw. es wäre jederzeit nachvollziehbar.
Das Vorgehen erfolgt ganz analog zum Alias-Login in einen Studierendenaccount:
@-Symbol und dann dem Loginnamen des Korrektorenaccounts ein, dazu Ihr eigenes Kennwort.Falls Sie den Loginnamen des Korrektorenaccounts nicht kennen, können Sie zuvor im Betreuerzugang (oder ggf. auch im Mitarbeiterzugang, wenn für diesen die Verwaltung der Korrektorenaccounts freigeschaltet ist) in der Accountverwaltung die Liste aller angemeldeten Korrektor:innen einsehen, darin nach dem Namen der Korrekturkraft suchen und dazu dann den Loginnamen ablesen.
Bei der Kurseinrichtung sollten Sie eine grundsätzliche Entscheidung treffen, ob die Teilnehmer überhaupt die Möglichkeit zur vorzeitigen Abgabe (vor Einsendeschluss) haben sollten – was es Ihnen z.B. ermöglicht, bei manuell bewerteten Aufgaben schon vor Einsendeschluss mit der Korrektur erster Einsendungen zu beginnen, aber auch das „Risiko“ birgt, dass sich Studenten bei Ihnen melden, mit dem Wunsch, ein „versehentlich“ geschlossenes Heft bitte wieder zu öffnen, weil ihnen doch noch etwas eingefallen ist, was sie ändern möchten. In den Kursparametern finden Sie dazu zunächst die Option, einen »Heft-Schließen«-Knopf für Studenten in der Aufgabenübersicht einzublenden. Weiterhin haben Sie bei manuell bewerteten Aufgaben auch die Möglichkeit, einen solchen Knopf (mit selbst gewählter Beschriftung wie »endgültig abgeben« o.ä. direkt in Ihre Aufgabenseiten einzubinden). Mehr dazu finden Sie im Aufgabenerstellungshandbuch. ↩︎